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Der Wert des Alter(n)s: Managing Age/ing

Fotos: Matt McNulty, Matthew Bennett, Cristian Newman / Unsplash

Wenn man jung ist, fragt man sich, wann man alt genug ist. Wenn man alt wird, stellt sich plötzlich die Frage, ob man noch jung genug ist. Aber wann genau ist man eigentlich "jung" und wann "alt"? Oder kann man sogar beides zugleich sein? In einer Gesellschaft des langen Lebens braucht es dringend Antworten auf die Fragen der Altersforschung. Der Masterlehrgang "Managing Age/ing" liefert sie.

2019: Hurra, wir sind ein Jahr älter. Ja, die Jahre schreiten voran und der Anteil älterer Menschen steigt in Europa kontinuierlich an. Wenn sich die Lebensspanne verlängert, hat das gesellschaftliche Folgen und eröffnet Chancen dafür, Herausforderungen mit sozialen Innovationen zu begegnen. Genau hier setzt der Masterlehrgang "Managing Age/ing" an. Denken wir gemeinsam über die Bedingungen unseres Zusammenlebens nach, damit Menschen gesund, erfolgreich und zufrieden älter werden können. 

Wie fühlt sich das Altern an, wenn die Zeit rast und man selbst aber vielleicht langsamer geworden ist? Warum haben wir vom Alter(n) oft nur negative Bilder im Kopf, obwohl eigentlich niemand jung sterben will? Ist Alter womöglich nur eine Frage der Haltung? Was passiert, wenn Weisheit dem Wissen die Hand reicht? Und wie gelingt es unserer Gesellschaft des langen Lebens Teilhabemöglichkeiten und Fürsorge für alle zu schaffen - in jeder Lebensphase?

Tieferes Verständnis

"Es braucht interdisziplinäre Zugänge und Methoden, die dazu befähigen, in unterschiedlichen Feldern wie Wirtschaft, Gesundheitswesen, Politik oder Wissenschaft ein tieferes Verständnis und kreative Handlungsanleitungen in Hinblick auf den Themenkomplex Alter(n) zu entwickeln", erklärt Ao.Univ.-Prof.in Dr.in Roberta Maierhofer, M.A., ihres Zeichens wissenschaftliche Leiterin des Masterlehrgangs. Immense Umbrüche verlangen neue Antworten, die in diesem Programm zur Interdisziplinären Gerontologie mittels Beiträgen aus unterschiedlichen Disziplinen zu Zusammenhängen, Fragen und Problemen einer Gesellschaft des langen Lebens, Fragen zu individuellen Alterungsprozessen, zu gesellschaftlichen Zusammenhängen und zu den Konsequenzen einer alternden Gesellschaft aus der Sicht aller Generationen erörtert werden.

Die Demografie europäischer Gesellschaften verschiebt sich, die Welt wird alt, die Silver Society floriert und als Konsequenz müssen institutionelle Umbrüche konstruktiv gestaltet werden. Maierhofer: "Pflege, Lebensarbeitszeiten, Pensionssysteme — all das sind Dinge, die zur Diskussion stehen und über kurz oder lang eine Neudefinition verlangen." Alter(n) ist zugleich eine individuelle und eine kollektive Erfahrung. Was heißt das? "Alter(n)serfahrungen sind so individuell wie die Persönlichkeiten und Lebenswege einzelner Menschen. Ob ich gut alter kann, hängt aber auch davon ab, wie gut ich materiell versorgt bin, wie sehr ich sozial eingebunden bin, ob ich Teilhabemöglichkeiten und Entscheidungsfreiräume habe", so Maierhofer. Die vorherrschenden, großteils negativen Bilder des Alterns scheinen paradox, weil wir eigentlich alle alt werden wollen. "Alter(n) ist so vielfältig. Das sollten auch unsere Vorstellungen von Alter(n) widerspiegeln", sind sich Maierhofer und Kollegin Barbara Ratzenböck, Bakk. MA und Teil des Academic Boards, einig. 

"Biology is not destiny"

Das Schaffen einer neuen "Alterskultur" versucht Normen zu dekonstruieren und erschließt gleichzeitig neue Zukunftsmärkte. Das Bild des Alter(n)s setzt sich neu zusammen. "Altern ist auch ein biologischer Prozess. Als Menschen haben wir nicht nur einen Körper, wir sind unser Körper. Dennoch: Biology is not destiny, bringt es ein berühmter Leitsatz des Feminismus auf den Punkt. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob wir alt werden. Wenn wir Glück haben, werden wir das. Die Frage ist, wie wir damit umgehen und ob wir uns andere es schaffen, unser Leben in dieser Zeit gut zu gestalten", fasst Maierhofer zusammen. "Denn die Alten sind nicht die anderen. Das sind wir alle."

Alle Infos zum Masterlehrgang "Managing Age/Ing" finden Sie HIER.
Nächster Starttermin: 29. September 2019 (Anmeldeschluss 28. Juni 2019)

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