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Herausforderung "Pflege" zukunftstauglich

Foto: Fotolia

Foto: UNI for LIFE

Die TeilnehmerInnen des Masterlehrgangs "Führungsaufgaben des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege" stehen kurz vor dem Abschluss. Zeit, die Zukunft der Pflege und das Erlernte genauer unter die Lupe zu nehmen.

Diesen Samstag stehen im Haus der Gesundheit "Vergleichende Sozial- und Gesundheitspolitik" mit Em.Univ.-Prof. Dr. Gerald Schöpfer, wissenschaftlicher Leiter des UNI for LIFE Masterlehrgangs Führungsaufgaben des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege / Gehobenes Pflegemanagement Teil I+II sowie Masterupgrade) am Programm. Diskutiert werden dabei aktuelle Trends der Branche, die österreichischen Lösungen im internationalen Vergleich und darüber hinaus das Image der Pflegeberufe. 

Persönliche Ambitionen 

"Ich bin als Kind schon stets mit einem Ärztekoffer herumgerannt", suggeriert Lehrgangsteilnehmerin Manuela Feller lachend ihre beruflichen Ambitionen. Die ausgebildete Altenfachbetreuerin und Pflegehelferin hatte bereits im Vorfeld bei UNI for LIFE "Case- und Care-Management mit integriertem mittleren Pflegemanagement" absolviert, nun stockt sie ihren postgradualen Weiterbildungsbackground nochmals auf. "Mir war es persönlich wichtig, eine universitäre Basis zu haben und nicht in einer privaten Einrichtung ein derartiges Angebot wahrzunehmen", erklärt Feller. 

Über die Zukunftsfähigkeit der Sparte

In Hinblick auf das Lehrgangs-Curriculum fand Feller den Bereich Marketing und Kommunikation in der Pflege besonders spannend. "Der Besuch in den Redaktionen wie Antenne Steiermark oder Kleine Zeitung hat mir neue Einblicke ermöglicht. Öffentlichkeitsarbeit wird in der Pflege oft unterschätzt." Diese Meinung teilt auch Em.Univ.-Prof. Dr. Gerald Schöpfer, wissenschaftlicher Leiter des Masterlehrgangs. "Das Image der Pflegeberufe ist durchaus verbesserungswürdig. Noch immer ist die Wichtigkeit dieses Berufes nicht allen bewusst. Hier ist Aufklärung, breit gefächerte Information und gutes Marketing erforderlich." Noch immer ist man jedoch mit den Fragen der grundsätzlichen Finanzierbarkeit der Pflege beschäftigt. Stichwort Pflegeregress. "Dieser zeigt, dass es hier keine einfachen Lösungen gibt. Ein abgestimmtes Zusammenspiel von Bund und Ländern ist wichtiger denn je, um zukunftstaugliche Lösungen zu finden", meint Schöpfer.

Menschen helfen Menschen

"Dazu wäre es aber nötig, dass die Branche an einem selbstbewussten Auftreten arbeitet", ist Peter Url, stellvertretender Pflegedirektor im LKH Hochsteiermark, überzeugt. "Jahrhunderte lang zeigen wir nun schon, wie wichtig das Thema Pflege ist und dass es uns Menschen in den Genen liegt, sich um Mitmenschen zu sorgen. Menschen helfen Menschen - das macht das Menschsein ja aus! Dennoch ist interdisziplinäre Zusammenarbeit noch immer eine Herausforderung. Wir müssen noch viel intensiver  zusammenarbeiten, weil wir uns in unsere Erfahrungen wunderbar ergänzen", rüttelt Url wach. Umso wertvoller betrachtet der diplomierte Krankenpfleger den Erfahrungsaustausch mit den TeilnehmerInnen des Masterlehrgangs. "Der Diskurs mit 20 KollegInnen macht den Unterricht lebendig. Dieses Know-how von Gleichgesinnten ist Gold wert." Schöpfer nickt. "Es ist wichtig, dass diese Ausbildung berufsbegleitend absolviert wird und die TeilnehmerInnen die Möglichkeit haben, ihr praktisches Wissen einzubringen, um dieses mit den ihnen vermittelten Grundlagen und Modellen zu konfrontieren. Als wissenschaftlicher Leiter ist es für mich bei den Abschlussprüfungen immer wieder beeindruckend zu sehen, wie sehr sich das Erlernte - nach übereinstimmenden Aussagen der TeilnehmerInnen - auf ihr künftiges Handeln in dieser zukunftsträchtigen Branche auswirken wird."

Infos zu den erwähnten Angeboten finden Sie hier sowie auf dieser Seite.

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