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Wie werde ich Konfliktprofi?

Donnerstag, 04.08.2022

Wenn schon streiten, dann fair. Wer am Masterlehrgang "Mediation, Negotiation, Communication & Conflict Management" teilnimmt, lernt Konflikte zielgerecht zu deeskalieren und startet mit einer mediativen Haltung durch.

Streit erleben viele als etwas Negatives. Dabei ist Streit in erster Linie etwas Konfrontatives. Streit ist Diskurs und braucht Empathie. Aber kennen wir eigentlich unser eigenes Konfliktprofil? 

"Im Zuge des Masterlehrgangs 'Mediation, Negotiation, Communication & Conflict Management' erwerben TeilnehmerInnen nicht nur Fertigkeiten, die sie für ihre mediative Arbeit einsetzen können, sondern sie erlangen vor allem auch Eigensteuerungskompetenz. Die Investitionen in diese Weiterbildung sind also mehrdimensional. Ihre Wirkrichtungen zielen gleichwohl nach innen wie nach außen", erklärt Assoz. Prof. Mag. Dr. Sascha Ferz, Leiter des Zentrums für Soziale Kompetenz und Vortragender des Masterlehrgangs. 

Haltungswerte und Konfliktherde

Wie bei so vielen Dingen im Leben geht es bei Konflikten in erster Linie um Haltung. Wenn man sich darüber einig ist, wofür Streiten eigentlich gut ist und was in diesem Zusammenhang fair und unfair bedeutet, kann man erlernen, miteinander konstruktiver zu streiten. "Konfliktanalyse ist erwerbbar, wenn man sich als Einzelne/r bewusst macht, dass man immer bei sich selbst beginnen muss und die Analyse erst dann auf sein Umfeld ausdehnen kann", so Ferz. Mediation ist Konfliktarbeit und gleichermaßen Werkzeug wie innere Einstellung. Sie bringt Kooperation, dient dem ausgleichenden vermittelten Interesse und ist daher in vielfältigen Branchen einsetzbar. Konflikte sind vor allem im Wirtschaftsleben oft ein Störfaktor für die Produktivität und die Effizienz. Ferz: "Konfliktherde treten insbesondere bei Change-Prozessen auf, denn jede Veränderung bringt ein System erstmal ins Wanken. Außerdem sind im beruflichen Kontext strukturelle Konflikte, die nicht gesehen, aber mitgeschleppt werden, ebenso häufig wie interpersonelle Auseinandersetzung und der klassische Fall von 'Ich kann den/die Kollegen/in nicht riechen'."

Konfliktmanagement lernen

Grundsätzlich ist Kommunikation mit mediativer Kompetenz zur Schaffung einer Konfliktkultur immer ein Gewinn – ob im familiären Umfeld, im Job oder im Verein. Der Abschluss des Lehrgangs befähigt unter anderem ein Konfliktmanagement(system) in Unternehmen aufzuzäumen und in enger Kooperation mit dem jeweiligen Betrieb oder der jeweiligen Organisation eine nachhaltige Konfliktkultur zu erarbeiten.
 

Mediation & Konfliktmanagement

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