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Zur Spaltung der Gesellschaft

Donnerstag, 21.10.2021

Grundsätzlich leben wir in einem Land, dessen gemeinschaftliches Zusammenleben auf Konsens ausgerichtet ist. Doch bestimmte Themen spalten aktuell die Gesellschaft spürbar. Ausgebildete MediatorInnen mit Masterupgrade sind in der Lage, die Polarisierung zu entschärfen.

"Durch die Mediationsausbildung habe ich gelernt, aktiver zuzuhören und mich zu fragen, welche Bedürfnisse bzw. Interessen hinter einer – möglicherweise auch sehr forschen – Aussage stecken. Oftmals konnte ich eine angespannte Situation bereits entschärfen, indem ich benannte, worum es den Beteiligten tatsächlich ging. Allein das Gefühl, verstanden zu werden, reichte dabei teilweise schon aus, um zu einem produktiven Gesprächsklima zurückzukehren", erklärt Mag.a iur. Antonia Csuk, Bakk. phil. MA, Universitätsassistentin am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaften an der Universität Graz. Csuk hat nach dem Masterlehrgang "Mediation, Negotiation, Communication & Conflict Management" das Masterupgrade angehängt. "Bereits die Grundausbildung empfand ich als persönlichen und beruflichen Mehrwert. Im Rahmen des Masterupgrades wollte ich mich dahingehend vertiefen, wie man mediative Techniken auch abseits des klassischen Mediationssettings einsetzen und in Konfliktmanagementsystemen einbetten kann. 

Aufmerksames Zuhören als essentieller Skill

Was MediatorInnen verbindet, ist eine Haltung, die von zwei wesentlichen Punkten gekennzeichnet ist: Neutralität und Allparteilichkeit. Es gilt innere Unabhängigkeit in Hinblick auf persönliche Auffassungen und Empfindungen zu bewahren und gleichzeitig auf beide bzw. alle Seiten zuzugehen und in der konkreten Konfliktsituation alle Beteiligten unterstützt zu wissen. Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zeigen, wie wesentlich diese beiden Kompetenzen sind. Wie kann man als MediatorIn gesellschaftlicher Spaltung entgegenwirken? "Ich denke, dass viele Menschen nicht nur verlernt haben, einander aufmerksam zuzuhören, sondern auch, ihre wahren Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen. Wenn sich also zunehmend verhärtete Positionen gegenüberstehen und das gegenseitige Verständnis fehlt, wundert es wenig, dass wir uns immer stärker voneinander entfernen. Der Mehrwert einer mediativen Haltung besteht meines Erachtens vor allem darin, dass in einem wertschätzenden Austausch sichtbar wird, was uns tatsächlich wichtig ist. Auf Basis dessen kann schließlich ein Perspektivenwechsel gelingen, der es im Idealfall ermöglicht, gemeinsam und zukunftsorientiert nach einer Lösung zu suchen, mit der alle Beteiligten zufrieden sind", hebt Csuk hervor. 

Masterupgrade mit hohem Praxisbezug

Im Zuge der Lehrveranstaltungen im Rahmen des Masterupgrades hebt die mediativ geschulte Juristin den Titel „Implementierung von Konfliktmanagementsystemen in Organisationen und Unternehmen“ bei Gerhard Führer, PMM, Geschäftsführender Gesellschafter MEDIUS GmbH Österreich und Konfliktmanagement-Systemdesigner, hervor. "Diese Lehrveranstaltung bot nicht nur einen wunderbar strukturierten Einblick in das systemische Konfliktmanagement, sondern vermittelte auch sehr wertvolle Methoden zur Umsetzung desselben. Letztere erwiesen sich insbesondere auch im Rahmen des Praxisprojekts als äußerst nützlich, bei dem mein Co-Mediator und ich ein Konfliktmanagementsystem für ein agiles Softwareunternehmen entwickelten", so Csuk. 

Nächster Starttermin für das Masterupgrade "Mediation, Negotiation, Communication & Conflict Management" ist 18. März 2022. 

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