Therapie von Lernschwächen/Lernstörungen

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 Strategien und Methoden, um Lernschwächen ganzheitlich zu unterstützen

  • Dauer: 6 Semester, berufsbegleitend (Teil 1: 3 Semester, Teil 2: 3 Semester)
  • Umfang: 120 ECTS (Teil 1: 60 ECTS, Teil 2: 60 ECTS)
  • Sprache: Deutsch
  • Ort: Karl-Franzens-Universität Graz
  • Kosten: Teil 1: EUR 5.900,- Teil 2: EUR 5.500,-
  • Abschluss: Akademische Therapeutin/Akademischer Therapeut für Lernschwächen (Teil 1) bzw. Master of Arts (MA)
  • Nächster Starttermin: 1. März 2019

  • Anmeldeschluss: 1. Februar 2019

Inhalte und Ziele

Lernstörungen, insbesondere Dyslexie und Dyskalkulie, sind die am häufigsten diagnostizierten psychischen Störungen im Schulalter. Statistisch gesehen sitzen in jeder Schulklasse ein bis zwei Betroffene. Lesen, (Recht-)Schreiben und Rechnen sind Kompetenzen, die für die Bildungschancen eines Kindes von zentraler Bedeutung sind. Defizite in diesen zentralen Kulturtechniken können wesentliche Beeinträchtigungen der Bildungskarriere bedingen. Ohne entsprechende Behandlung weisen Lernstörungen eine hohe Persistenz bis ins Erwachsenenalter auf. Langfristig entstehen also aufgrund von unbehandelten oder falsch diagnostizierten Lernstörungen nicht unerhebliche volkswirtschaftliche Schäden, zumal betroffene Personen am Arbeitsmarkt geringere Chancen vorfinden.

Der Universitätslehrgang wird in zwei Teilen angeboten. Im dreisemestrigen ersten Teil wird Grundwissen über den Schriftspracherwerb sowie über die Symptomatik und Diagnose von bzw. Interventionsmöglichkeiten bei Lernschwächen/Lernstörungen vermittelt, welches in einem ausführlichen Praktikum vertieft und im Rahmen einer Falldokumentation festgehalten werden soll. Im optional darauf aufbauenden dreisemestrigen zweiten Teil wird das Wissen zu Lernstörungen erweitert und die TeilnehmerInnen werden an das forschungsorientierte Arbeiten im Bereich Lernschwächen/Lernstörungen herangeführt.

Zielgruppe

  • Personen, die über eine einschlägige pädagogisch-psychologische Grundausbildung verfügen und in ihrem beruflichen Umfeld mit Kindern (und Erwachsenen) mit Lernstörungen zu tun haben.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Abschluss eines Bachelorstudiums in Psychologie, Pädagogik oder Sprachwissenschaft, eines Lehramtsstudiums, eines Bachelorstudiums an einer Pädagogischen Hochschule, einer Logopädieausbildung an einer Hochschule oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. Der Nachweis der allgemeinen Universitätsreife gilt durch den Nachweis dieser Zulassungsvoraussetzung jedenfalls als erbracht.
  • Der Bewerbung sind neben dem Nachweis einer der oben genannten Ausbildungen ein Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben beizufügen, in dem die BewerberInnen die Gründe für eine Teilnahme am Universitätslehrgang "Therapie von Lernstörungen" und die angestrebten Ziele ausführen.
  • Zum Teil 2 des Lehrgangs ist die angeführte Personengruppe zuzulassen, die den Nachweis über den erfolgreichen Abschluss der Module A bis D aus Teil 1 des Universitätslehrgangs "Therapie von Lernstörungen" erbracht hat.

Module

Modul A: Schriftspracherwerb
Modul B: Lernschwächen und -störungen I
Modul C: Diagnose der Lese-/Rechtschreibleistungen
Modul D: Förderung I
Modul E: Praktikum I
Modul F: Abschlussmodul
Modul G: Rechenleistungen und Dyskalkulie
Modul H: Lernschwächen und -störungen II
Modul I: Diagnose der Rechenleistungen
Modul J: Förderung II
Modul K: Praktikum II
Abschluss: Masterarbeit und -prüfung

Lernschwächen/Lernstörungen stellen eine massive Beeinträchtigung der Bildungschancen von Kindern dar. Im Masterlehrgang können sich unterschiedliche Berufsgruppen mit aktuellen evidenzbasierten Methoden der Förderung der Lese-, Rechtschreib- und Rechenleistungen vertraut machen. Die Ausbildung bietet exzellente Möglichkeiten sich über den Forschungsstand zur neurokognitiven Entwicklung schulischer Leistungen zu informieren und aktuelle Erkenntnisse unmittelbar in die Praxis umzusetzen. Damit leistet der Lehrgang einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung im leider sehr unübersichtlichen „Fördermarkt“. AbsolventInnen des Lehrgangs verfügen über das erforderliche Wissen, um Eltern und Lehrkräfte bei der Auswahl von wirksamen Fördermethoden zu beraten.

Univ.-Prof.in Dr.in Karin Landerl
Wissenschaftliche Leiterin

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Anmeldung

Informationen

Programm-Management

Mag.

Sandra Kainz

Telefon:+43 316 380 - 1122

Mo.-Fr.: 8.30-16.30 Uhr

Wissenschaftliche Leitung

Univ.-Prof. Dr.rer.nat.

Karin Landerl

Uni Graz

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