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Keine Abkürzungen

Freitag, 01.10.2021

Bei unserem diesjährigen Business Brunch unter dem Motto "Experience Learning: Digital Boost – eine Bewährungsprobe?" gingen wir der Frage nach, welche Chancen und Konflikte bei schnelllebigen Veränderungen mitgedacht werden müssen und welche Rolle dabei u.a. Digital Agents, Fehlerkultur und Abkürzungen spielen.

Die Vorzeichen waren lange vor Beginn der dritten Ausgabe des UNI for LIFE Business Brunch klar: Unsere wandelnde Umgebung wirkt auf uns alle ein. "Technologie ist trotzdem nicht der einzige Trick schlechthin, um Innovation zu begegnen", setzt Keynote-Speakerin und Forschermind Assoz.-Prof.in Dr.in Viktoria Pammer-Schindler an den Beginn der Veranstaltung. "Digitalisierung und eine dynamische Umgebung sind Treiber und Veränderer, üben aber auch automatisch Druck auf Mensch und Unternehmen aus. Daraus resultieren Lernprozesse, die ein soziotechnisches Design von neuen Prozessen, Produkten und Services sowie eine Harmonie aus Technologie, Strategie und BenutzerInnen bedingen", konstatiert Pammer-Schindler, Teil des Know Center in Graz. 

Wildnis der Transformation

Eine ihrer Thesen: Während Technologie Zeit "frei macht" fürs Lernen, nimmt die Automatisierung wiederum Lernmöglichkeiten. Ein ideologischer Zwiespalt in der Wildnis der Transformation? "Essentiell ist zu erkennen, dass es zur Expertise keine Abkürzungen gibt. Echte Expertise ist kein Sprint, sondern ein Marathon", lässt Pammer-Schindler anklingen. Auch Ing. Mag. Randolf Scholz, AVL Global Head of Software Development IODP-X, unterstreicht in seinem Vortrag die Bedeutsamkeit des Lernwillens: "Ein Boost ist per se eine Beschleunigung. Das hat immer etwas mit Druck und Lernfähigkeit zu tun. Ich halte es daher für sehr wichtig, Ausgleichendes wie eine stabile Wertehaltung, Vertrauen und Wertschätzung im Team nicht zu vergessen.“ Sinnvolle Jobdesigns und autonome Power für MitarbeiterInnen, Dinge umsichtig entscheiden zu dürfen, kristallisieren sich für die anwesenden Speaker als Basis für Transformationen heraus. „40 Prozent meiner Arbeit besteht nur aus permanentem Lernen. Ich will schließlich verstehen, was mein Team tut. Fehler sind Teil eines Lernprozesses“, unterstreicht Scholz. Automatisierung könne ohne vorangegangene Fehlerbereinigung schlichtweg nicht gelingen.

Erfahrung, die man nicht googeln kann

Dr. Wolfgang Gratzer, Regionaldirektor der Generali Group, zeigt in seiner Keynote auf, wie MitarbeiterInnen seines Unternehmens mittels Digital Agents, digitalen Lernplattformen in vielen Sprachen und Sociabble unterstützt werden, Begeisterung und Know-how für Digitalisierungsschritte zu erlangen. „Wer will schon ein Nokia-Schicksal erleiden“, erinnert der Versicherungsexperte. Zudem gehe es auch darum, Erfahrung wertzuschätzen, die man „nicht googlen kann“ und Neues nicht als Gefahr, sondern stets als Möglichkeit zu bewerten. In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von UNI for LIFE Geschäftsführer Mag. Stephan Witzel, wurden zudem dank reger Beteiligung des Präsenz- und Onlinepublikums spezielle Konfliktpotenziale in Change-Prozessen und Motivationstipps für mehr Weiterbildungsfreude in unterschiedlichen Unternehmensebenen ausgetauscht. Der nächste Business Brunch findet im Herbst 2022 statt. 
 

https://youtu.be/zNai05-5yqg
 

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