Erfolgsgeschichte Bibliothek
Bereits in den frühen Hochkulturen Mesopotamiens, um etwa 2600 v. Chr., wurden Tontafeln mit wirtschaftlichen, literarischen und wissenschaftlichen Texten gesammelt und systematisch aufbewahrt. Ägypten, Assyrien und Babylonien entwickelten ebenfalls umfangreiche Schriftarchive – frühe Vorläufer moderner Bibliotheken. Mit der Bibliothek von Alexandria erreichte die Antike einen Höhepunkt: ein Wissenszentrum, das Forschende aus aller Welt anzog.
In Europa prägten ab dem frühen Mittelalter vor allem Klosterbibliotheken die Entwicklung. Die Bibliothek des Klosters St. Gallen gilt als die älteste noch zugängliche Bibliothek des Kontinents.
Der Buchdruck revolutionierte ab 1450 die Verbreitung von Wissen. Bücher wurden erschwinglicher, Sammlungen wuchsen rasant. Im 19. Jahrhundert entstanden schließlich große Nationalbibliotheken – Ausdruck eines neuen bürgerlichen Bildungsanspruchs.
Bibliotheken heute: Knotenpunkte im Informationszeitalter
Im 21. Jahrhundert haben sich Bibliotheken zu modernen Informationszentren entwickelt. Sie vermitteln digitale Kompetenzen, bieten Zugang zu wissenschaftlichen Ressourcen und schaffen Räume für Bildung und kulturelle Teilhabe.
Bibliothekar:innen arbeiten heute mit komplexen Informationssystemen, digitalen Archiven und Datenbanken. Sie prüfen Quellen, bewerten Informationsqualität, unterstützen bei Recherchen und machen Wissen zugänglich – eine Aufgabe, die angesichts der Informationsflut wichtiger ist denn je.
Bibliotheken, Archive und Museen bilden damit eine unverzichtbare Brücke zwischen Wissen und Gesellschaft. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte.
Der Lehrgang „Library and Information Studies“: Weiterbildung, die Türen öffnet
Der Universitätslehrgang Library and Information Studies bereitet gezielt auf diese modernen Anforderungen vor – und verändert Karrieren, wie drei Absolvent:innen berichten.
Mag. Florian Kubouschek, heute an der Oberösterreichischen Landesbibliothek tätig, berichtet „Der Lehrgang hat meine berufliche Laufbahn nachhaltig geprägt und mir nicht nur wertvolle fachliche Kompetenzen, sondern auch ein gestärktes Selbstvertrauen für die vielseitigen Aufgaben im Bibliothekswesen vermittelt.“
Auch die Direktorin der Steiermärkischen Landesbibliothek, Katharina Kocher-Lichem, hat vor einiger Zeit den Lehrgang besucht und erzählt von ihrer Erfahrung: „Durch den Lehrgang erwarb ich Know-how, viele Kontakte und einen Überblick über die dynamischen Neuerungen in der Bibliothekswelt. Die Kontakte sind mir bis heute wichtig und die Dynamik der Entwicklungen habe ich „nach Hause“ mitgenommen. Wir haben in den zehn Jahren seit dem Lehrgang auch große Neuerungen in der Steiermärkischen Landesbibliothek umgesetzt.“
„Mir wurde erst während der Ausbildung so richtig bewusst, wie vielfältig und abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll der Beruf einer Bibliothekarin oder eines Bibliothekars ist, erzählt Linda Scherf, die den Lehrgang auch absolviert hat und nun Ansprechpartnerin für Interessent:innen und Teilnehmer:innen des Lehrgangs ist.
Wissen für die Bibliothek von morgen
Die Digitalisierung, Open Access, Künstliche Intelligenz und neue Formen der Wissensvermittlung verändern das Bibliothekswesen rasant. Der Lehrgang vermittelt daher nicht nur Grundlagen, sondern befähigt dazu, Bibliotheken aktiv weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.
Bibliothekar:innen sind heute Informationsprofis, Kulturvermittler:innen, Digitalexpert:innen und Community-Builder – ein Berufsbild, das aktueller ist denn je.
Lehrgang kennenlernen
Informieren Sie sich bei unseren kostenlosen Infoevents über den Universitätslehrgang.
Dienstag, 3. März 2026, 17.00 Uhr: Infoevent im Seminarraum SE 62.31
Hier gibt es eine Wegbeschreibung zum Seminarraum SE 62.31, Universitätsplatz 3a, 8010 Graz. Zur Anmeldung schreiben Sie bitte ein Mail an Mag. Linda Scherf
Mittwoch, 25. März 2026, 17.00 Uhr: Online-Infoevent
Die Anmeldung ist bis 25. März 2026, 9.00 Uhr möglich!