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UNI for LIFE - Weiterbildung in Graz Neuigkeiten Belastbarkeit im Pflegesegment

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Donnerstag, 18.03.2021

Belastbarkeit im Pflegesegment

Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen UNI for LIFE

Foto: Unsplash/Kelly Sikkema

Die Akademisierung der Pflege schreitet zwar voran, dennoch fehlt es an Akzeptanz der Professionalisierung von Pflegeberufen. Der neue Universitätskurs "Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen" ist eine willkommene Zusatzqualifikation für Pflegeassistent:innen (PA) und Pflegefachassistent:innen (PFA) und stellt die Berufszufriedenheit der Pflegenden in den Fokus.

"Man möchte meinen, dass durch die Corona-bedingten Einschränkungen zumindest jene, die im Homeoffice sind, entspannen und ausruhen können – das ist allerdings leider nicht der Fall, eher das Gegenteil trifft zu", merkt Heribert Truschnegg, MSc, stellvertretender Leiter des neuen Universitätskurses Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen und Direktor des Steirischen Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit Süd - Schule für Gesundheits- und Krankenpflege" an. Viele hätten das Problem, ihre Rollen und Aufgaben unter einen Hut zu bringen und diese voneinander abzugrenzen. Die Differenzierung, wo die Arbeit und wo die Freizeit beginnt, verschwimmt merkbar. "Job, Schule, Kinder, Familie, Freunde, fehlende soziale Kontakte, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Angst, ständige Erreichbarkeit, Überlastung, persönliche Ängste - all diese Dinge führen zu Stress und zur Überbelastung. Menschen merken selbst, dass sie nicht mehr zur Ruhe kommen können, fühlen sich getrieben und finden manchmal auch selbst keinen Ausweg mehr aus ihrer Situation bis hin zu Depressionen, Burnout oder pathologischen Suchtverhalten", unterstreicht Truschnegg die Gründe für einen vermeintlichen Therapieboom, der aktuell vorherrscht.

Qualifikationsprofil in der psychiatrischen Pflege schärfen

Kurzzeitstudien und Umfragen zeigen, dass psychische Erkrankungen stark ansteigen und die Pandemie dies zusätzlich verstärkt. "In vielen Einrichtungen gibt es vermehrt Klientel mit psychischen Erkrankungen und gleichzeitig fehlendes Wissen im Umgang mit den Betroffenen", erklärt Truschnegg. Ausschlaggebend für die Entwicklung des neuen Universitätskurses Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen war zudem der Wunsch vieler Pflegedienstleitungen, ihr Personal höher qualifiziert zu wissen, damit Pflegende in komplexen Situationen richtig reagieren können und ein für Betroffene und für sich selbst bestmöglichstes Ergebnis zu erzielen. Welche Kernkompetenzen muss ein Qualifikationsprofil in der psychiatrischen Pflege unbedingt aufweisen? "Deeskalationsmanagement und Burnoutprophylaxe sind wesentliche Faktor im fachlichen Methodenkompetenzkoffer. Ebenso emotionale Kompetenz, Empathiefähigkeit, Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion, Gesprächsführung, Problemerhebung, Anamnese, Teamfähigkeit und interdisziplinärerer Austausch", so Truschnegg. Mit Menschlichkeit Karriere machen - welche Chancen tun sich für TeilnehmerInnen des Universitätskurses auf? "Der zweisemestrige Universitätskurs liefert Pflegexpert:innen in jedem Fall mehr Sicherheit im Tun und das Know-how, in schwierigen Situationen im eigenen Wirken weniger Ängste oder Zweifel zu empfinden."

Alle Infos und Anmeldung zum Universitätskurs Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen

 

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