Neues Wissen, neue Perspektiven, neuer Abschluss
Die vergangenen Jahre von Frau Stefancic-Waibel waren geprägt von Lernen, persönlicher Entwicklung und intensivem Austausch. Sie studierte Gesundheitsförderung und Gesundheitspädagogik in einer Gruppe von Studierenden, die ebenso vielfältig wie ihre beruflichen Hintergründe war: Kindergartenpädagog:innen, Lehrer:innen, Pflegekräfte, Physiotherapeut:innen, Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich sowie Menschen mit unterschiedlichen Verwaltungs- und Bürotätigkeiten. Sie alle studierten gemeinsam und brachten ihre Erfahrungen in den Lehrgang ein.
Verbunden durch das gemeinsame Ziel, erweiterten sie ihr Wissen, meisterten Prüfungen und hielten Abgabefristen ein. Sie beschäftigten sich mit Gesundheitsförderung und gesunder Ernährung – und griffen in stressigen Studienphasen auch einmal zum Schokoriegel als Energielieferanten. Nun konnten sie ihre Leistungen gemeinsam feiern.
In ihrer Abschlussrede dankte Marion Stefancic-Waibel nicht nur ihren Studienkolleg:innen, den Lehrenden und dem Programm-Management, sondern vor allem auch jenen Menschen, die sie während des Studiums begleitet und unterstützt hatten: den Familien und Freund:innen, die Verständnis zeigten, motivierten und den Rücken stärkten, wenn Herausforderungen zu bewältigen waren.
Praxis-Theorie-Praxis
Die 53 Absolvent:innen brachten bereits vor Studienbeginn wertvolle berufliche Erfahrungen mit. In unseren Lehrgängen erweiterten sie ihre Kompetenzen durch wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Perspektiven, die sie nun wieder in ihre jeweiligen Berufsfelder mitnehmen.
In seiner Festrede beschrieb Dr. Michael Schulte-Derne, wissenschaftlicher Leiter des Universitätskurses Systemische Beratung, diesen Prozess als „Praxis-Theorie-Praxis-Schleife“. Er betonte, wie bereichernd der Austausch mit berufserfahrenen Studierenden auch für die Lehrenden sei. Lernen bedeute nicht nur Wissenszuwachs, sondern oftmals auch, Gewohntes zu hinterfragen und neue Sichtweisen zuzulassen. Die Absolvent:innen nähmen daher nicht nur ein Zertifikat mit nach Hause, sondern auch ein verändertes Denken, geprägt von einem „produktiven Zweifel“.
Regeln brechen
Für die Universität Graz gratulierte Assoz. Prof. Mag. Dr. Robert Rybnicek den Absolvent:innen zu ihrem Erfolg. Ausgehend von einem Zitat des Künstlers Pablo Picasso – „Lerne die Regeln wie ein Profi, damit du sie wie ein Künstler brechen kannst“ – ermutigte er sie, ihr erworbenes Wissen aktiv einzusetzen. Gerade in einer Zeit, die von gesellschaftlichen Veränderungen, Krisen und rasanten Entwicklungen geprägt sei, brauche es Menschen, die bestehende Systeme verstehen und den Mut haben, diese weiterzuentwickeln. Das im Studium erworbene Wissen könne dabei helfen, notwendige Veränderungen anzustoßen und Zukunft mitzugestalten.
Nach den feierlichen Ansprachen und der offiziellen Überreichung der Zertifikate stand schließlich das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. Bei einem Glas Sekt und zahlreichen Erinnerungsfotos ließen die Absolvent:innen den erfolgreichen Abschluss ihrer Bildungsreise gemeinsam mit Familie, Freund:innen und Wegbegleitern ausklingen. Wir gratulieren allen herzlich zu dieser großartigen Leistung!