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Absichtsarm mittendrin

Donnerstag, 23.09.2021

Moderation ist eine Methode, um Ressourcen in Gruppen zu mobilisieren und zu nützen, sodass diese ihre eigenen passenden Lösungen und Maßnahmen entwickeln. Moderationskenntnisse bereichern die Einsatzbereiche und das „Ausreizen der Möglichkeiten" in der Systemischen Beratung enorm. Dr.in Monika Veith, Inhaberin des Unternehmens Veith Consulting und Vortragende im Universitätskurs "Systemische Beratung", erklärt die Hintergründe.

Warum sind Systemische BeraterInnen gerade besonders gefragt?

Veith: Die derzeit komplexe Gemengelage in Wirtschaft, Verwaltung und Co. eignet sich hervorragend, um mit den Sichtweisen und Haltungen der Systemischen Beratung getrachtet und bearbeitet zu werden, sei es als BeraterInnen oder als Führungskräfte bzw. ProjektleiterInnen, die Beratungskompetenz als Komplementärkompetenz anwenden. 

Was hat Moderation mit Beratung zu tun und was bedeutet Moderation im Zusammenhang mit Systemischer Beratung?

Veith: ModeratorInnen verhalten sich im Zuge einer Beratung „absichtsarm“. Das bedeutet, dass er/ sie nicht bereits eigene Lösungen im Hinterkopf bereithält, zu denen man die Gruppe hinführen möchte. Man bleibt ergebnisoffen. Systemische Beratung stellt ihrerseits Methoden, Haltungen und Beratungsstile zur Verfügung, mit denen wir als BeraterInnen mit Einzelpersonen, Tandems, Gruppen, Teams und Organisationen arbeiten können, um diese dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Je mehr die Dynamik personeller Interaktion eine Rolle spielt, umso nützlicher schätze ich den Einsatz von Moderationsmethoden in der Beratung ein. Die Tipps und Tricks der Moderation bringen mehr Übersicht und Klarheit in den Ablauf einer Beratung.

Welche No Goes sind in der Business-Beratung unbedingt zu vermeiden?

Veith: Es gibt einige Beispiele für No Goes. Etwa selbst Aktien im Spiel zu haben bzw. zu sehr ins Thema verwickelt zu sein. Die Beratung lebt schließlich vom Unterschied zwischen Innensicht und Außensicht. Zudem kann es ein Fauxpas sein, schnelle, einfache Lösungen für komplexe Problemlagen entwickeln zu wollen ohne Sondierung der relevanten Umwelten der Beteiligten bzw. Betroffenen. 

Wie schaffe ich es als ModeratorIn, mich vom Problem abzugrenzen und lediglich Faciliator bei der Problemlösung zu sein?

Veith: Dabei geht es ganz klar um Selbstreflexion und das Kennen meiner eigenen blinden Flecken. Besser Moderationen, bei denen ich selber inhaltliche Interessen und Präferenzen habe, nicht annehmen! Moderiere ich als Führungskraft oder Projektleitung, muss ich einen klaren, offenen Hutwechsel zwischen meiner Funktion als ModeratorIn und meiner Berufsrolle vollziehen, damit die Beteiligten jederzeit klar differenzieren können. 

Hier finden Sie weitere Infos zum Universitätskurs "Systemische Beratung" 

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