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UNI for LIFE - Weiterbildung in Graz Neuigkeiten Weit mehr als Grammatik

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Mittwoch, 28.05.2025

Weit mehr als Grammatik

Deutsch Klasse ©Jacob Lund Photography

Foto: Adobe Stock, Jacob Lund

Sprachvermittlung ist weit mehr als Grammatik und Wortschatz – sie bedeutet Integration, Kommunikation und kulturelles Verständnis. Die wissenschaftliche Leitung des Universitätskurses Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Frau Univ.-Prof. Dr. Sabine Schmölzer-Eibinger, erklärt, welche Kompetenzen angehende Lehrkräfte brauchen, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind und welche beruflichen Möglichkeiten sie nach der Ausbildung haben.

 

Frau Prof. Schmölzer-Eibinger, welche Kompetenzen sind erforderlich, um Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache erfolgreich zu unterrichten? 

Schmölzer-Eibinger: Das Lehren von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache erfordert ein breites Spektrum an fachlichen und pädagogischen Fähigkeiten. Lehrkräfte, die in nationalen und internationalen Kontexten in der Schule und in der Erwachsenenbildung Sprache vermitteln wollen, müssen fundierte Kenntnisse über den Erwerb von Zweit- und Fremdsprachen besitzen und sich mit Mehrsprachigkeit, Sprachdiagnostik und Sprachdidaktik auseinandersetzen. Dabei spielen auch sprach- und kulturreflexive Lernprozesse eine bedeutende Rolle. Aber auch praktisches Wissen darf nicht fehlen. Besonders wichtig ist die Fähigkeit zur Planung, Reflexion und Evaluierung des Unterrichts. Dies umfasst sowohl allgemeine didaktische Prinzipien als auch spezielle Handlungsfelder, wie die Vermittlung von Grammatik und Wortschatz, die Förderung der Textkompetenz sowie die Entwicklung mündlicher Kommunikationsfähigkeiten. Wer weiß, wie man Lehrwerke, Unterrichtsmedien und Aufgaben gezielt einsetzt, kann den Lernprozess effektiv gestalten. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Feststellung und Beurteilung von Sprachfähigkeiten. Lehrkräfte sollten in der Lage sein, die sprachlichen Fortschritte der Lernenden angemessen einzuschätzen und individuelle Fördermaßnahmen abzuleiten.

Welche Herausforderungen stellen sich aktuell in der Sprachvermittlung? 

Schmölzer-Eibinger: In der Erwachsenenbildung bringen viele Lernende sehr unterschiedliche Sprachlernerfahrungen mit, einige haben geringe Bildungs- und Sprachlernerfahrungen. Das kann schwierig sein. Außerdem begegnen Lehrkräfte in Sprachkursen oft Menschen mit Fluchterfahrungen. Hier sind Traumata und existenzielle Sorgen eine der größten Hürden – sei es durch ihren unsicheren Aufenthaltsstatus, Ängste, gesellschaftliche Marginalisierung, hohen Lernstress, drohende Sanktionen, Sorgen um die Angehörigen im Heimatland oder die finanzielle Belastung durch Kursgebühren. Diese Aspekte beeinflussen den Lernerfolg enorm.

Im schulischen Kontext bestehen auch noch andere Herausforderungen. Etwa durch „Sonderklassen“, die zu einer Marginalisierung führen und so wertvolle Peer-Interaktion in Regelklassen als Sprachlernressource verringern oder gar verhindern. Auch die Rückstufung in niedrigere Klassen aufgrund der Nicht-Teilnahme in der Regelklasse, kann zu Problemen, wie kognitiver Unterforderung, sozialer Probleme aufgrund der Altersunterschiede oder Marginalisierung in der Schule führen. Oft fehlt es an weiterer Sprachlernunterstützung und Hilfe bei der Integration in die Regelklassen. Zudem werden mehrsprachige Kompetenzen häufig nicht ausreichend anerkannt und als Ressource genutzt, was sich negativ auf das Selbstbild und die Lernmotivation auswirken kann. Lehrkräfte müssen daher sensibilisiert werden, die vielfältigen sozialen, psychologischen und bildungspolitischen Faktoren in mehrsprachigen Lerngruppen aktiv in ihre Arbeit einzubeziehen.

Welche Rolle spielen Praxiserfahrungen und der Austausch innerhalb des Universitätskurses? 

Schmölzer-Eibinger: Um Studierende bestmöglich auf ihren späteren Berufsalltag vorzubereiten, setzt der neue Universitätskurs gezielt auf ein praxisorientiertes Lernkonzept. Dazu wurde das neue Format der gemeinsamen Reflexion von Praxiserfahrungen eingerichtet, die eine angeleitete Reflexion von Erfahrungen in der Praxis ermöglichen und eine Verknüpfung mit dem im Universitätskurs vermittelten Wissen und den gewonnenen Kompetenzen herstellt. Durch den Austausch innerhalb der Gruppe gewinnen die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in verschiedene Erfahrungen und Problemlöseoptionen und können dadurch ihre didaktischen Kompetenzen vertiefen.

Welche beruflichen Möglichkeiten stehen den Absolvent:innen offen? 

Schmölzer-Eibinger: Die Einsatzbereiche sind äußerst vielfältig. Absolvent:innen können sowohl in der Schul- als auch der Erwachsenenbildung tätig werden – sei es im Inland oder international. Sprachinstitute, Universitäten oder Schulen sind mögliche Arbeitsfelder. Darüber hinaus gibt es berufliche Tätigkeitsfelder in der Sprachdidaktik, Lehrwerksentwicklung oder Sprachberatung. Besonders gefragt sind Lehrkräfte, die Erfahrungen in der Sprachförderung in unterschiedlichen Kontexten im In- und Ausland haben und mit vielfältigen Herausforderungen umgehen können. 

Warum sollte man sich für diesen Universitätskurs entscheiden? 

Der Universitätskurs vermittelt in nur einem Semester  qualitativ hochwertige Grundlagen für das professionelle Planen, Durchführen und Evaluieren von Unterricht im Bereich DaF/DaZ.  Wer Sprache weltweit in unterschiedlichen Lehr- und Lernkontexten vermitteln möchte , findet hier eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Qualifizierung. 

Mehr über den Universitätskurs

Die im Universitätskurs gewonnenen Kenntnisse und Kompetenzen können im Universitätslehrgang DaF/DaZ anschließend vertieft und erweitert werden, der Universitätskurs kann dafür angerechnet werden.

Mehr über den Universitätslehrgang

 

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