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UNI for LIFE - Weiterbildung in Graz Neuigkeiten Stärken sehen, Unsicherheiten teilen

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Donnerstag, 19.02.2026

Stärken sehen, Unsicherheiten teilen

Wer in der Frühförderung arbeitet, hilft nicht nur Kindern bei wichtige Entwicklungsschritten, sondern gibt vor allem auch Eltern Mut.

Foto: Adobe Stock/qunica.com

Wenn Kinder Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen, ist das für Eltern oft erstmal überfordernd. Zum Glück gibt es Angebote, die Familien an die Hand nehmen und sie unterstützen. Wer in der Frühförderung arbeitet, hilft nicht nur Kindern bei wichtigen Entwicklungsschritten, sondern gibt vor allem auch Eltern Mut.

 

Gemeinsame Verantwortung

Nicht jedes Kind entwickelt sich im selben Tempo oder ganz ohne Probleme. Interdisziplinäre Frühförderung und Familienbegleitung unterstützt und fördert Kinder, die Auffälligkeiten in ihrer Entwicklung oder in ihrem Verhalten zeigen, ab dem Säuglingsalter bis zum Eintritt in den Kindergarten bzw. in die Schule. Ohne Zusammenarbeit mit den Eltern ist sie nicht denkbar. Frühförderung bietet Familien umfassende Hilfe und Beratung in Fragen der Entwicklung, Förderung und Erziehung des Kindes. Sie begleitet, aber sie übernimmt nicht die Rolle der Eltern - sie stärkt sie. 

Vorhandene Stärken nutzen

Familien bringen unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Werte und Erfahrungen mit. Diese Vielfalt anzuerkennen und wertzuschätzen ist Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit. Jede Intervention muss an die Lebensrealität der Familie angepasst sein. Dabei ist es wichtig nicht die Defizite in den Mittelpunkt zu stellen, sondern die vorhandenen Stärken sichtbar zu machen und auszubauen. Familien verfügen oft über mehr Kompetenzen, als ihnen bewusst ist. Frühförderung kann helfen, diese sichtbar zu machen, neuen Mut zu geben und Eltern in ihrem Tun zu bestätigen. 

Dazu muss die Kommunikation aber auf Augenhöhe stattfinden. Eltern und Kinder müssen verstehen, warum bestimmte Schritte gesetzt werden und welche Ziele verfolgt werden. Eltern müssen aktiv in Entscheidungen einbezogen werden, statt nur Maßnahmen zu empfangen.

 

Reflektierte und empathische Haltung

Der Erfolg der Maßnahmen hängt damit maßgeblich mit der Qualität der Beziehung zwischen Fachkräften und Eltern zusammen. Eine reflektierte, professionelle Haltung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein zentrales Element der Wirksamkeit. Denn Kinder und Familien spüren, ob ihnen jemand wirklich zuhört und sie ernst nimmt. Es ist wichtig, sich auf die Perspektive des Gegenübers einzulassen, ohne die professionelle Distanz zu verlieren.

Dabei darf Selbstreflexion nicht zu kurz kommen. Fachkräfte bringen eigene Erfahrungen, Überzeugungen und blinde Flecken mit. Sich dieser bewusst zu sein, schützt vor vorschnellen Bewertungen und ermöglicht eine respektvolle, offene Zusammenarbeit.

Kollektiv besser

Die Arbeit in der Frühforderung kann emotional fordernd sein. Man ist mit vielen Herausforderungen, sowie Ängsten und Sorgen der Eltern konfrontiert. Selbstfürsorge aber vor allem auch Austausch mit Kolleg:innen ist essenziell, um langfristig handlungsfähig und präsent zu bleiben.

Der Universitätskurs Interdisziplinäre Frühförderung und Familienbegleitung vermittelt nicht nur das fachliche Fundament für diese anspruchsvolle Tätigkeit. Er bringt Menschen zusammen, die vor denselben Herausforderungen stehen und voneinander lernen wollen.

Ganzheitliche Förderung, ressourcenorientierte Elternarbeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und das Erstellen fundierter Förderpläne bilden zentrale Bestandteile des Kurses.

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