Durch KI und den technologischen Fortschritt werden manche Jobs in Zukunft verschwinden, andere entstehen und viele sich grundlegend verändern. Aber wie können wir uns darauf vorbereiten? Können wir das überhaupt, wenn wir noch gar nicht wissen, was auf uns zukommt?
Selbst Nina Maier, eine fiktive Personalerin aus dem Jahr 2031, die sich gleich zu Beginn bei unserem Geschäftsführer und Moderator des Vormittags, Mag. Stephan Witzel, meldete, konnte uns nicht verraten, welche Kompetenzen in fünf oder zehn Jahren wirklich gefragt sein werden.
Eine Erkenntnis zog sich jedoch durch den gesamten Vormittag: Wir müssen nicht alles wissen, was die Zukunft bringt. Aber wir müssen bereit sein, immer wieder Neues zu lernen.
Lernen als Schlüssel zur Zukunft
Univ.-Prof. i. R. Dr. Rudolf Egger näherte sich dem Thema aus wissenschaftlicher Perspektive und stellte dabei grundlegende Fragen: Wie lernen wir eigentlich? Was lernen wir? Und welchen Stellenwert geben wir dem Lernen in unserer Gesellschaft?
Dabei wurde deutlich: Wissen und Bildung sind nicht dasselbe. Lernen ist weit mehr als der Erwerb neuer Kompetenzen oder das Ansammeln von Wissen. Es ermöglicht bewusste Veränderung, eröffnet neue Perspektiven und ist ein wesentlicher Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Gerade in einer Zeit, in der KI immer mehr Wissen verfügbar macht, gewinnt die Frage, wie wir damit umgehen, an Bedeutung.
Zwei Perspektiven, fünf Thesen, 60 Sekunden
Anschließend nahmen Daniela Riedler von PAYER International Technologies GmbH und Mag. Ingo Spörk von KNAPP AG auf dem „Hot Seat“ Platz. Ihre Herausforderung: Auf fünf provokante Thesen rund um Future Skills, KI und die Arbeitswelt von morgen in jeweils nur einer Minute reagieren.
Braucht es im Zeitalter der Künstliche Intelligenz überhaupt noch Personalabteilungen? Sind Future Skills nur alte Kompetenzen mit neuem Namen? Kann man Neugier trainieren? Und hat der klassische Lebenslauf als Entscheidungsgrundlage ausgedient? Die Antworten zeigten, dass es bei Future Skills längst nicht nur um technologische Kompetenzen geht. Die unterschiedlichen Perspektiven sorgten für spannende Denkanstöße, durchaus auch für Widerspruch und lieferten reichlich Gesprächsstoff für den anschließenden Austausch.
Post aus der Vergangenheit – für die Zukunft
Dann waren die Gäste selbst gefragt: Welche Skills hätte ich 2031 gerne? Statt weiter über die Zukunft zu spekulieren, hielten die Teilnehmer:innen ihre ganz persönlichen Gedanken, Wünsche und Ziele auf einem Brief an ihr zukünftiges Ich fest. Anschließend wurde der Brief verschlossen – mit der Aufgabe, ihn erst in fünf Jahren wieder zu öffnen. Beim Buffet wurde noch viel über die Zukunft, die nötigen Skills und die gesellschaftliche Bedeutung von Lernen gesprochen.
Wir freuen uns auf die Zukunft
Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Aber wir können unsere Fähigkeit stärken, mit Veränderungen umzugehen, Bestehendes zu hinterfragen und immer wieder Neues zu lernen. Genau darin liegt vielleicht die wichtigste Future Skill. Ein herzliches Dankeschön an unsere Speaker:innen, alle Teilnehmer:innen und alle, die diesen Business Brunch zu einem inspirierenden Vormittag gemacht haben!