Eines Tages auch im Ausland Deutsch unterrichten. Das kann sich Giulia Nosari, Absolventin des Universitätskurses Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, gut vorstellen. Durch den Kurs fühlt sie sich dafür fachlich und didaktisch auch vorbereitet. Gleichzeitig hat sie viele interessante Menschen kennengelernt und wertvolle Kontakte zu anderen Teilnehmer:innen geknüpft. „Diese werden für meinen weiteren Weg sicherlich noch eine wichtige Rolle spielen“, erzählt sie.
Aber nicht nur die Studienkolleg:innen, sondern auch die Vortragenden haben die Zeit für sie bereichert: „Was mir ebenfalls besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Lehrenden. Ihre fachliche Kompetenz, ihre Erfahrung und ihre Begeisterung für ihre jeweiligen Fachbereiche waren wirklich beeindruckend. Man hat gemerkt, dass sie nicht einfach nur Wissen vermitteln, sondern selbst für ihre Themen brennen. So gut vorbereitete, engagierte und fachlich versierte Lehrpersonen findet man meiner Erfahrung nach nicht oft – und genau das hat den Lehrgang für mich so besonders gemacht.“
Wenn aus Theorie plötzlich Unterricht wird
Wer eine Sprache unterrichtet, braucht mehr als gute Grammatikkenntnisse. Es geht darum, Lernprozesse zu verstehen, unterschiedliche Voraussetzungen zu erkennen und Wege zu finden, wie Sprache lebendig und verständlich vermittelt werden kann.
Genau diese Verbindung zwischen wissenschaftlichen Grundlagen und dem Unterrichtsalltag hat Frau Nosari am Kurs geschätzt. „Besonders gefallen hat mir die wunderbare Balance zwischen Theorie und Praxis. Wir haben uns intensiv mit den theoretischen Grundlagen der Didaktik und Pädagogik sowie mit grammatikalischen Inhalten beschäftigt, gleichzeitig aber auch sehr viele konkrete Ideen, Methoden und Tipps kennengelernt, die wir direkt in unserem Unterricht einsetzen können. Gerade diese Verbindung hat den Lehrgang für mich so wertvoll gemacht: Ich habe vieles nicht nur verstanden, sondern konnte es auch sofort ausprobieren und in meine eigene Praxis übertragen.“
Raum zum Ausprobieren
Wer Deutsch unterrichtet, weiß: Eine Sprache zu können und sie jemand anderem beizubringen, sind zwei ziemlich unterschiedliche Dinge. Warum funktioniert eine Methode bei einer Gruppe wunderbar und bei der nächsten überhaupt nicht? Wie erklärt man etwas, das man selbst ganz selbstverständlich verwendet? Und wie schafft man es, dass aus grammatikalischen Regeln irgendwann tatsächliche Sprachkompetenz wird?
Neben Didaktik, Pädagogik und Grammatik standen deshalb auch konkrete Methoden, neue Unterrichtsideen und praktische Anwendungen im Mittelpunkt. Entscheidend war aber nicht nur, was vermittelt wurde, sondern auch, wie viel Raum zum eigenen Ausprobieren blieb. „Wir hatten die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln, Dinge auszuprobieren und unsere Praxis selbstständig zu gestalten. Dadurch wurde man auch ermutigt, neue Wege zu gehen und ein bisschen über den eigenen ‚Unterrichts-Tellerrand‘ hinauszuschauen. Für mich war das eine tolle Möglichkeit, meine eigenen Stärken weiterzuentwickeln und gleichzeitig Neues auszuprobieren.“
Neue Perspektiven
„Auch persönlich hat mich der Lehrgang sehr bereichert. Meine eigenen Kinder wachsen in einem mehrsprachigen Umfeld auf. Viele Inhalte, die wir im Lehrgang behandelt haben, haben mir deshalb auch geholfen, die Mehrsprachigkeit meiner Kinder noch einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und besser zu verstehen, wie ich sie dabei unterstützen kann“, erzählt Frau Nosari.
Sie ist vor allem dankbar für die vielen Impulse, die sie bekommen hat – fachlich, beruflich und auch persönlich. „Für mich war der DaF/DaZ-Lehrgang deshalb weit mehr als nur eine Weiterbildung – er war eine Erfahrung, aus der ich sehr viel für meinen weiteren Weg mitnehme.“
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