Von der Pflege in die Forschung
„Ich hätte vor Beginn der Weiterbildung nie gedacht, dass Forschung so interessant sein kann!“, erzählt Anita Leingartner. Besonders die intensive Beschäftigung mit Simulationstraining im Rahmen ihrer Masterarbeit habe ihren Horizont erweitert und ihr neue Möglichkeiten gezeigt, wie Lernen und Lehren gestaltet werden können.
Diese Erfahrung teilen auch andere Absolventinnen. Verena Bauer beschreibt die wissenschaftliche Arbeit als etwas, das sie über die Weiterbildung hinaus begleitet hat. Der Lehrgang weckte in ihr die Freude an Weiterbildung. Im Anschluss absolvierte sie ein Studium der Pflegewissenschaft und baut ihre Kompetenzen aktuell im Bereich Simulation im Gesundheitswesen weiter aus.
Die Abschlussarbeit wurde damit für viele mehr als ein Pflichtteil der Weiterbildung: Sie bot die Möglichkeit, sich intensiv mit einem selbst gewählten Thema auseinanderzusetzen – und wurde für manche sogar zum Ausgangspunkt für weitere berufliche Entwicklungen.
Wissenschaft für die Praxis
Auch Eva Mosar-Mischling setzte sich im Rahmen ihrer Abschlussarbeit intensiv mit einem selbst gewählten Thema auseinander und führte eine empirische qualitative Studie durch. „Verbesserungen, die daraus abgeleitet wurden, konnte ich im späteren beruflichen Verlauf umsetzen und so einen Gewinn für die Gesundheit von Frauen und Neugeborenen erzielen.“, erzählt sie.
Damit zeigt sich ein zentraler Aspekt der Weiterbildung: Wissenschaft und Praxis stehen nicht nebeneinander, sondern greifen ineinander. Die Absolventinnen haben gelernt, ihre berufliche Praxis zu hinterfragen, wissenschaftlich zu betrachten und neue Perspektiven einzunehmen.
Anita Leingartner beschreibt diese Veränderung so: Sie habe gelernt, Themen nicht mehr ausschließlich aus der praktischen Perspektive zu betrachten, sondern auch kritisch zu hinterfragen und wissenschaftlich zu beleuchten.
Lernen, wie Lernen funktioniert
Nicht nur das wissenschaftliche Arbeiten, sondern auch Didaktik und digitale Medien prägten die Weiterbildung. „Besonders begeistert haben mich die vielfältigen Inhalte und vor allem die Auseinandersetzung mit digitalen Medien“, sagt Leingartner. Vieles davon könne sie heute unmittelbar in ihrer beruflichen Praxis einsetzen.
Auch Eva Mosar-Mischling hebt die Mediendidaktik als besonders wertvollen Bestandteil der Weiterbildung hervor. Der Unterricht habe viele Eigenstudienzeiten und Arbeitsaufträge umfasst und gleichzeitig Raum für Fachdiskussionen und Meinungsaustausch geboten. Die erworbenen Kompetenzen erwiesen sich für sie bereits während der Corona-Pandemie als besonders hilfreich.
Austausch mit anderen
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Weiterbildung war der Austausch innerhalb der Gruppe. Unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen trafen aufeinander und flossen in gemeinsame Arbeitsergebnisse ein. Aus Studienkolleg:innen wurden fachliche Kontakte für die Zukunft.
„Gut gewählte Dozent:innen, die Organisation der Studiengangsleitung, die ideale Gruppengröße (ca.15 Personen) und die bundesweite Vernetzung, die nachhaltige Kontakte ermöglichte“, sind die Gründe warum Eva Mosar-Mischling den Lehrgang immer weiter empfehlen würde.
Universitätslehrgang Pflegepädagogik
Der berufsbegleitende Universitätslehrgang Pflegepädagogik vermittelt Kompetenzen für die professionelle Gestaltung von Lehre und Lernen in der Pflege. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Didaktik, Mediendidaktik, Pflegewissenschaft, Forschung und moderne Lehr- und Lernformen.