Welche Kompetenzen brauchen wir in der Zukunft?
Future Skills sind längst mehr als ein Schlagwort. Sie beschreiben die Kompetenzen, die Menschen und Organisationen brauchen, um mit Veränderung nicht nur Schritt zu halten, sondern sie mitzugestalten. Fachwissen und Wissen zum Umgang mit KI gehört dazu, aber ebenso Lernfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Kooperation und Selbstorganisation.
Für Daniela Riedler, eine der Speakerinnen des nächsten Business Brunchs und Chief People & Culture Officer bei PAYER International Technologies GmbH, liegt genau darin eine zentrale Aufgabe von Organisationen: „Künstliche Intelligenz wird vieles vereinfachen und beschleunigen. Umso entscheidender werden Eigenschaften, die nicht automatisiert werden können: Offenheit für Neues, die Fähigkeit zur Weiterentwicklung und die Bereitschaft, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen. Die Zukunft gehört jenen Organisationen, die bewusst Räume schaffen, in denen genau diese Fähigkeiten entstehen und wachsen können.“
Wie flexibel muss Lernen werden?
Damit verschiebt sich auch die Perspektive auf Lernen. Weiterbildung ist nicht mehr etwas, das zwischen zwei Projekten stattfindet. Sie wird zum permanenten Begleiter einer Arbeitswelt, in der sich Anforderungen immer schneller verändern.
Univ.-Prof. i.R. Dr. Rudolf Egger, Professor of Empirical Learningworld Research & Higher Education Didactics an der Universität Graz, wird das Thema beim Business Brunch von wissenschaftlicher Seite beleuchten. Er formuliert es grundsätzlicher: „Trotz KI und Social Media müssen wir uns die Verständlichkeit der Welt weiterhin selbst ‚abringen‘ – und das geht friedvoll nur durch Lernen. Welche Qualifikationen und Kompetenzen in Zukunft dazu notwendig werden, wird immer dynamischer und kurzfristiger bestimmbar, weshalb alle Formen der lebensbegleitenden Weiterbildung immer wichtiger werden. Die Frage dabei ist: Wie können sich die einzelnen Menschen, die Unternehmen und auch die Gesellschaft darauf vorbereiten?“
Gut vorbereitet auf die Zukunft?
Für HR bleibt damit in Zukunft die Frage, wie wir wichtige Soft Skills im Bewerbungsprozess identifizieren können, aber auch wie wir eine Umgebung schaffen können, in der Menschen sie entwickeln können. Denn selbst die beste Liste künftiger Skills bleibt wirkungslos, wenn Zeit zum Lernen fehlt, Fehler nicht erlaubt sind oder Veränderung zwar gefordert, aber nicht ermöglicht wird.
Mag. Ingo Spörk, Vice President Human Resources bei KNAPP AG, bringt diese Verbindung von Technologie und Mensch auf den Punkt: „Unternehmen investieren heute massiv in Technologien, Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Doch Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch neue Systeme – sie entsteht durch Menschen, die mit diesen Veränderungen umgehen können. Für Organisationen bedeutet das: Wir müssen nicht nur fragen, welche Kompetenzen wir morgen benötigen, sondern auch, welche Rahmenbedingungen Menschen brauchen, um diese Kompetenzen entwickeln zu können.“
Dabei sein und Mitdiskutieren
Drei Perspektiven, ein gemeinsamer Befund: Die Zukunft der Arbeit entscheidet sich nicht allein an der Technologie. Sondern daran, wie wir die Rahmenbedingungen schaffen, um mit dieser Technologie Schritt zu halten.
Genau darüber sprechen Rudolf Egger, Daniela Riedler und Ingo Spörk bei unserem Business Brunch am 8. Oktober zum Thema „Future Skills“.